Vom toten Ort des ehemaligen Schwimmstadions zwischen Arena und Stadion ist nur ein Rest erhalten geblieben und von der Stadt Leipzig unter Denkmalschutz gestellt worden. Für drei Abende wurde er wieder lebendig und erinnerte an die Zeiten seiner Nutzung.
Das aufwendige Kunstprojekt geht nicht nur auf die sportlichen Anfänge, den real existierenden Sozialismus und die Gegenwart ein, sondern kommt auch dem überzeitlichen Faszinosum Sport und seiner Nebenfolgen auf die Spur, denn heutzutage steht das sportlich-mediale Ereignis zunehmend selbst unter enormem Wettbewerbsdruck. Dieser Druck führt nicht selten zu einem körperlichen und psychischen Rückkopplungseffekt bei den Sportlern. Sie stehen im Rampenlicht wie Popikonen, inszenieren sich mit ästhetischen und weltanschaulichen Extravaganzen, um sich von der Masse nicht mehr nur durch ihre Leistungen abzuheben. Die Widersprüchlichkeit zwischen der Forderung nach „sauberem Sport“ einerseits und der Eigendynamik der manipulativen Medienmaschine andererseits ist inzwischen Teil einer Lebenswirklichkeit geworden, auf die KunstRäume e.V. mit diesem Projekt eindringlich aufmerksam macht.